Modellprojekt „QABdual“

Duale Qualifizierung für Arbeitslose zu einem Berufsabschluss

Aufbauend auf den Erfahrungen aus den Projekten „QAB I - Qualifizierung von Arbeitslosen ohne oder mit mehr verwertbaren Berufsabschluss zu einem anerkannten Berufsabschluss“ und „QAB II - Mit Erfolg zum Abschluss“ wird seit 01.10.2011 das Modellprojekt „QABdual – Duale Qualifizierung für Arbeitslose zu einem Berufsabschluss“ umgesetzt. Gerade in der heutigen Zeit sind für Unternehmen anerkannte und zertifizierte Bildungsabschlüsse wichtige fachliche Kompetenzen und daher immer häufiger Voraussetzung bei der Einstellung von geeignetem Personal.

Mit dem Modellprojekt „QABdual“ kann diesem Anspruch der Unternehmen verstärkt entsprochen und dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt werden. Durch eine individuell bedarfsgerecht unterstützte duale Ausbildung oder betriebliche Umschulung in Unternehmen und Berufsschule sollen Arbeitslose ohne verwertbaren Berufsabschluss wieder „Fuß“ im 1. Arbeitsmarkt fassen und zu einem anerkannten Berufsabschluss geführt werden. In den beiden „Vorprojekten“ QAB I und II war die Ausbildung bei Bildungsdienstleistern statt bei Unternehmen Hauptbestandteil der Ausbildungsphase. Diese Bildungsdienstleister übernahmen dann die Qualifizierung und sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer. Zusammen mit dem Projektkoordinator wurde ein individuelles Curriculum erarbeitet und der zuständigen Stelle (z. B. IHK, HWK) vorgelegt. Mit Bestätigung der Curricula durch die jeweilige zuständige Stelle folgte eine Qualifizierung zum Berufsabschluss, allerdings mit einer Externenprüfung am Ende der durchlaufenen Qualifizierung.

Anders als bei den beiden „Vorläufern“ durchlaufen die Teilnehmer für die Erreichung eines verwertbaren Berufsabschlusses eine duale Ausbildung oder betriebliche Umschulung in einem Unternehmen der Region. Um die praktischen Fertigkeiten zu erkennen und den Berufswunsch zu festigen bzw. bei Nichteignung andere Möglichkeiten aufzuzeigen, werden individuelle berufspraktische Erprobungen durchgeführt. Das soll auch Abbrüche aufgrund falscher inhaltlicher und tätigkeitsbezogener Vorstellungen verhindern. Nach erfolgreicher Teilnahme an der theoretischen und fachpraktischen Ausbildung haben die Teilnehmer die Möglichkeit ihre angeeigneten Kenntnisse und Fertigkeiten vor der zuständigen Stelle im Rahmen einer Kammerprüfung abzulegen.

Die bisherigen Programme QAB I und QAB II erzielten im Vergleich zu anderen Arbeitsmarktmaßnahmen überdurchschnittlich positive Eingliederungserfolge. Inzwischen sind mehr als 70 % der Absolventen in Arbeit – mit steigender Tendenz. (Quelle: Faltblatt QABdual)

Gefördert wird das Modellprojekt „QABdual“ durch den Europäischen Sozialfonds und den Freistaat Sachsen.


Projektlaufzeit:

01.10.2011 – 28.02.2015


Projektinhalte (Auswahl):

  • nach Zuweisung der Teilnehmer durch die Arbeitsverwaltungen wird ein Erstgespräch geführt
  • es folgt eine testdiagnostische Eignungsfeststellung (Dokumentation mittels eines Kurzgutachtens über jeden Teilnehmer)
  • zum Erkennen der praktischen Fertigkeiten werden berufspraktische Erprobungen bei Bildungsdienstleistern oder Unternehmen der Region organisiert
  • um einen Einblick in die reale Arbeitswelt zu gewähren schließt sich ein 2-4-wöchiges Praktikum an
  • zur Integration in die verschiedenen Berufsschulklassen erfolgt ein berufsbildübergreifender Lehrgang
  • nach erfolgreicher Teilnahme an der theoretischen und fachpraktischen Ausbildung kann eine Kammerprüfung abgelegt werden
  • während der Berufsausbildung/Umschulung erfolgt die sozialpädagogische Betreuung durch qualifiziertes Personal
     

Projektziele:

Mittels einer bedarfsgerechten Ausbildung oder Umschulung in Unternehmen sollen Arbeitslose ohne verwertbaren zu einem anerkannten Berufsabschluss nach BBiG/HWO geführt werden. Das Projekt zielt auf eine nachhaltige Erhöhung des Qualifikationsniveaus der Zielgruppe ab und soll ihre Chancen auf einen (Wieder-) Einstieg in den 1. Arbeitsmarkt signifikant verbessern. Mit dem Programm QABdual kann dem Anspruch der Unternehmen verstärkt entsprochen und Fachkräftemangel entgegen gewirkt werden.


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